Gern hätte ich ihr Obdach gegeben, der Amsel, deren Silhouette ich sah, als der grelle Blitz vom Himmel fiel und die Dunkelheit zerfetzte.
Wie klein sie in der Kastanie saß, die Sturmböen an ihr zerrten und der Regen in dichten Fäden auf sie niederging in jener Nacht, als das Unwetter tobte.
Hereingebeten habe ich sie. Sie hätte auf der Fensterbank sitzen können bis zum Morgen. Vielleicht hätte sie mir etwas vorgesungen.
Sie lehnte ab.

Jetzt liegt ihr zarter Körper zerschmettert auf den Steinplatten im Hof unter der Kastanie. Ganz zerfressen schon vom Bodengewürm.
Wie schnell das geht und wie still es geworden ist vor dem Fenster.

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